MANIFEST DER MALEREI

Retournons à la peinture

Da wir uns heute in der Zeit der sich rapide entwickelnden Technik, der Erforschung des Weltraums und ähnlicher Inventionen befinden, glaubt ein Teil der Künstler, in ihrer Kunst diese Tendenzen und Entwicklungen primär sichtbar machen zu müssen. So entstehen in den letzten Jahren ganze Reihen von „Kunstwerken“, die wiewohl von biederen, der Avantgarde aufgeschlossenen Galerien exponiert, doch eher in technische Laboratorien, in die Werkstätte des industrial designers oder auf die Zeichentische verbockter Bauhausepigonen gehören.

Die maximale persönliche Beteiligung am Entstehen eines Kunstwerkes ist nach wie vor unerlässlicher Bestandteil der Kreation. Zwischen technischer Invention und künstlerischer Kreation zu unterscheiden, sollte Künstler, Kunsthändler und Sammler gleichermaßen interessieren. Nicht Anonymität des Künstlers, nicht Kollektiv der Idee, nicht intellektuelle Berechnung oder para-technische Erfindung, nicht ein antiseptischer Abzug sind gefordert, sondern wirkliche Malerei mit allen Höhen und Tiefen des Lebens und der Spiritualität - enfin „retournons à la peinture“.

Markus Prachensky, 1961

Lack auf Leinwand, 130 x 160 cm

Rouge sur gris - Aschaffenburg, 1960

Lack auf Leinwand, 170 x 100 cm

Rouge sur blanc - Sebastianplatz, 1962

Öl auf Leinwand, 160 x 130 cm

Berlin, 1963

Tusche auf Papier, 70 x 50 cm

Solitude, 1965

Los Angeles, 1968 Acryl auf Leinwand, 173 x 127 cm

Red on white/Red on black - Los Angeles, 1968